Presskit Zensor Shop

Zensor Anzeige

A Guide to Neue Deutsche Welle

By Klaus Walter

Berlin punk fan Burkhardt Seiler traveled to London in 1978, in search of new sounds. While he was there, he made the acquaintance of Rough Trade’s Geoff Travis and, when he returned to Germany, became one of Travis’ export customers, taking on the name of Zensor in 1979 for his shop in the back room of a clothing boutique.

At first, Zensor-Schallplatten’s repertoire consisted of imports from Great Britain and the US. But the name that Seiler picked for the shelf reserved for obscure German productions is one that would go on to make history: Neue Deutsche Welle.

Zensor did it all: record shop, record label, shipping, distribution. Simultaneously, similar DIY-oriented shops and labels popped up all across Germany.

Red Bull Music Academy


Goethe Institut: Pop aus Deutschland

Reviewed by Klaus Walter
on

Dezember 2011
.
Von Independent zu Indie
Der Berliner Punk-Fan Burkhardt Seiler fuhr 1978 nach London, auf der Suche nach dem neuen Sound. Für 600 Mark kaufte er Singles und lernte Geoff Travis kennen, den Betreiber des Rough-Trade-Labels. Seiler wurde zu einem seiner Exportkunden, gab sich den Namen Zensor und eröffnete 1979 im Hinterzimmer einer Klamotten-Boutique den Laden Zensor-Schallplatten.
[zum Artikel]


Gudrun Gut and Beate Bartel interviewed

Beate Bartel: Getting our hands on those records was not easy.

Gudrun Gut: The most important record dealer was Zensor in Belziger Straße who ordered from America and England and, together with Blue Moon, a fashion store dealing in rockabilly and punk clothing and Doc Martens, went to London once a month to buy clothes and music. There were hardly any clothing stores in West Berlin. That’s why we sewed all our own clothes.

Beate Bartel: I first met Zensor at the flea market in Charlottenburg.

Gudrun Gut: Back then he was still selling records from a vendor’s tray. Among many others, I bought the first Throbbing Gristle album there. And he had those great 7-inches! I also got the first Daniel Miller single (“Warm Leatherette” or “T.V.O.D” – The Normal, April 1978) and the first B-52’s (“Rock Lobster”, 1978) from him. Today a single only serves as promotion for the album. Back then it was a means of communication that managed to connect the most faraway places.

Beate Bartel: He had the heavy shit.

Gudrun Gut: He had the super heavy shit! After the booth at the flea market, he ran the store and later the label Marat Records, both on the Schöneberger Kiez. For a little while, I even worked in the Zensor record store and contributed to the fanzine T4 produced by Zensor, Frieder Butzmann and others. Frieder just recently gave me a video copy of that.
http://www.electronicbeats.net/en/features/conversations/gudrun-gut-beate-bartel-on-mania-d-berlin-experiment-vol-5/


Interview: Alexander Hacke

http://fraeulein-magazine.eu/allgemein/interview-alexander-hacke/
hacke

– 20.07.2014
Wie sind Sie mit 14 Jahren dazu gekommen, sich den Einstürzenden Neubauten anzuschließen?
Alle meine Freunde waren mindestens sieben Jahre älter als ich, denn aus irgendeinem Grund konnte ich mit Gleichaltrigen nichts anfangen. Gleichzeitig habe ich mich in den Augen meiner Mitschüler für diese sehr seltsame Musik interessiert. Immer nach der Schule habe ich mich im Zensor-Plattenladen aufgehalten. Da, bei Burkhardt Seiler, habe ich meine gesamte Zeit verbracht und irgendwann bin ich nicht mehr zur Schule gegangen. Dann bin ich auch sehr viel in Blixas Laden gewesen, dem Eisengrau. Das war ein Klamottenladen, den er damals von Claudia Skoda und Gudrun Gut hatte. Die Leute haben mich als Dreikäsehoch ernst genommen. Das war in dieser Zeit natürlich selten und darum habe ich mich zu ihnen hingezogen gefühlt. Irgendwann hatte ich mich dann entschieden, dass Musik das ist, was ich machen will. So habe ich mit 14 mein Schließfach in der Schule ausgeräumt. Seitdem war ich auf Tour.

Johnny Adams The Verdict

Aug 15, 1995 by Hans.Fr,
Boettcher /Stereoplay

Geht’s um die Sounds aus dem US-Süden, ist der Berliner Burkhardt Seiler mit seinem
Zensor-Label eine der ersten Adressen in Deutschland.

Ihm verdankt auch ein Mann aus New Orleans seine Popularität
hierzulande: Johnny Adams. Den Song-Hommagen an Percy Mayfield („Walking On A Tightrope“) und Doc Pomus („The Real Me“)
ließ der ehemalige Gospel-Sänger und Session-Vokalist 1993 das Big-Band-Debüt „Good Morning Heartache“ (siehe
stereoplay 5/94) folgen. Begleitet von einer kleinen Combo setzt der Mann mit der geschmeidigen Stimme auf „The Verdict“
seinen Weg fort – und findet wieder den Dreh zwischen dem Cole-Porter-Klassiker „Love For Sale“, der Doc-Pomus-Gemme „You
Always Knew Better“ sowie selbstverfaßten Bluesnummern.

Bewertung Klang: sehr gut,Musik:sehr gut


spiegel1782
DER SPIEGEL 17/82
Jul 13, 2004 by DER SPIEGEL

In meinem Film bin ich der Star

So träumt zum Beispiel in Berlin der „Zensor“, Burkhard Seiler, der einen Plattenladen mit ausgefallener Rock- und Elektronik-Avantgarde betreibt, von einer eigenen Edition mit Aufnahmen der Maria Callas aus den fünfziger Jahren – als aufregend ausgeflippter Ausgrabung für die Szene.

Wie sehr der Begriff des „guten Geschmacks“ bei den Schrillen und Schrägen der neuen Boheme abgedankt hat, vermag das obszöne Bekenntnis einer jungen Berlinerin zu charakterisieren.

„Ich steh‘ schizomäßig auf Luis Trenker“, sagt sie. Ihre Haarfarbe: Pinkissimo….


Endstation Kreuzberg

Mit der „Zensor Musikproduktion“ avancierte Burkhardt Seiler zum kundigen Talent-Scout, der der fetten Industrie so manch heissen Act abjagt.

Erst kuerzlich gastierte bei uns sein „American Rhythm & Soul“-Festival, bei dem er live (und auf Platte) Stars wie
Solomon Burke und die Neville Brothers vor ausverkauften Häusern präsentierte.
Angefangen hat Seiler mit einem winzigen Gemischtwaren-Plattenladen, der 1983 dichtmachte .
Eine Berliner Karriere: vom Haendler zum Plattenboss…

Besprechung in
Hamburger Abendblatt.
April 1987


Sound: Wie Opa
Die Einstürzenden Neubauten bedröhnten einst die Frontstadt Berlin. Die Achtziger wurden dann süßes Retro, jetzt erzählt der Bassist Alexander Hacke, wie es wirklich alles war.
Von Thomas Groß
DIE ZEIT Nr. 41/2015, 8. Oktober 2015
Als Schlüsselroman funktioniert das Erinnerungswerk wunderbar: Blixa Bargeld, Ben Becker und andere Größen des Berliner Nachtlebens kommen vorbeigegockelt, auch unbekanntere Figuren wie Frieder Butzmann oder der „Zensor“ Burkhardt Seiler. Neben den Einstürzenden Neubauten kriegen auch Szenepflanzen wie die Ätztussis oder – sie hießen so! – das Mekanïk Destrüktïw Kommandöh ihren Auftritt.[Weiterlesen]


Der Zensor erfand den Begriff

Maerkische Allgemeine vom 18.07.09

Erstmals verwendet Burkhardt Seiler den Begriff Neue Deutsche Welle 1979 in einer Anzeige für seinen Berliner
Plattenversand „Der Zensor“ in der August-Ausgabe des Musikmagazins Sounds.zum Artikel


Macher? Macht? Moneten? Aus grauer Städte Mauern (Teil 3)

Alfred Hilsberg in Sounds 12/1979

Auszug: ..da fallen die Feste, wenn der Zensor sie feiert, doch etwas gemäßigter aus. Zur Eröffnung seines
winzigen, im Rock’n’Roller Shop Blue Moon eingezwängten Plattenlädchens in Schöneberg, spielten einige
Berliner Bands auf der Straße auf. Bis die Polizei kam… Im Keller unter dem Laden können Bands spielen, ein
Fanzine hat er schon mal gemacht, er redet mit den bei ihm einkehrenden Gruppen über deren Musik und Zukunftspläne,
verschickt Platten aus England und den Staaten, läßt sich auf zwei wodkahaltige Nächte in Hamburg ein und
lacht auch dann noch, wenn er am nächsten Morgen den Zug zurück nach Berlin verpaßt: „Aber ich muß doch
den Laden aufmachen!“ Der Zensor ist ein Macher, wie er eigentlich in jeder Stadt gebraucht wird (es kann/sollte auch
Macherinnen geben).
zum Artikel

Untergrund und Unternehmer (Teil 2)

Diedrich Diederichsen in Sounds 10/80

Untergrund & Unternehmer (Teil 2)

Auszug: Burkhard Seiler hatte schon längere Zeit davon gelebt, auf eigene Faust unabhängige Produktionen aus
England zu importieren und auf Flohmärkten, bei Konzerten oder privat zu verkaufen. Anfang ’79 eröffnete er mit
Tina Fiedler den „Zensor“-Laden in der Belziger Straße, der ihm aber mittlerweile allein gehört. Der Laden war von
Anfang an auf unabhängige Produktionen spezialisiert…Bis heute ist der Zensor für fast alle ausländischen,
unabhängigen Avantgarde-Produktionen (wenn sie nicht gerade von Rough Trade kommen) die einzige Quelle sowohl für
Wiederverkäufer als auch für Privatkunden. „Sein Name (Zensor) ist wirklich ganz genial und irre treffend. Das
meine ich sowohl positiv als auch negativ“, (Alfred über Burkhard). zum Artikel

Mensch Biedermeier

Zum Reprint des ersten Ton-Steine-Scherben-Songbooks (5)

Wolfgang Seidel in Junge Welt vom
15.08.03:

Auszug: Zehn Jahre später wäre ein Cover wie der verlorengegangene erste Entwurf für „Macht kaputt, was
euch kaputt macht“ eines von vielen gewesen. Burkhard „der Zensor“ Seiler, Besitzer eines der ersten Läden, in denen man
neben Punk sämtliche radikalen künstlerischen Experimente kaufen konnte..riet seinen Bands: Macht eure Cover mit
dem Kopierer selbst
.Für eine radikale künstlerische Bewegung wie Punk gehörte es zum guten Ton, kein
Vorher zu kennen. Der Zensor selbst aber kannte dieses Vorher genau. Er war Ende der 60er Mitglied im SDS und Gast im Zodiak
Free Arts Lab, einem vom Beuys-Schüler Conrad Schnitzler mit einigen Freunden gegründeten Club, in dem der Satz
„Jeder ist ein Künstler“ Programm war. Vor dem Auseinanderfallen der antiautoritären Bewegung waren hier noch mal
alle vereint: die Maler, die Musiker und jene, die später den Weg des bewaffneten Widerstands wählten..zum Artikel

Guten Morgen – Das erste Songbuch

Wolfgang Seidel in Junge Welt vom 15.08.03:

Auszüge: ..Das war die Stunde der Frauen in Fresenhagen. Sie waren es leid, nur die „Freundinnen von…“
zu sein. Das Do-it-yourself des Punk kam für sie genau im richtigen Augenblick. Bald gingen Carambolage, ihr Trio, auf
Tour. Der erste Stopp war Berlin, wo Burkhard Seiler sie ins S.O. 36 holte – in die Oranienstraße, wenige hundert
Meter von der Stelle, wo die Scherben-Geschichte begann…Aus dieser Zeit stammt die Freundschaft Rio Reisers mit Blixa
Bargeld.. Rio hatte sich, als ihm in Fresenhagen die Decke auf den Kopf fiel, eine Zweitwohnung in Berlin gemietet und war in
diesen brodelnden Kessel eingetaucht. Er wohnte neben dem Laden des Zensors und versorgte von dort aus Carambolage mit den
neuesten Platten. zum Artikel

Alexander Hacke Interview

Jazz_Mutants

[When I was a child] I would skip school and hang out at the Zensor record-store in Schoneberg. I discovered a completely
new world there: Very small editions of 7 inch singles, with obviously hand-designed covers, bagged individually. Music so
entirely weird and adventurous like you would never find in the „regular“ stores I used to frequent before. This experience
basically opened my eyes, got me acquainted with the artists which were to influence me up to now and gave me the motivation
to try and produce and distribute my own material by myself….zum
Artikel

Angelika Maisch

in „Klappe Auf“

Ende der 70er Jahre hatte Maisch in Karlsruhe einen jungen Mann kennen gelernt, der es satt hatte, auf der Straße Schmuck
zu verkaufen, auch wenn er der erste war, der dies tat. Deshalb eröffnete er – zunächst in seinem Wohnzimmer in Berlin – ein
Schallplattengeschäft.“Er verkaufte, was aktuell aus England und Jamaica kam, vor allem Punk und Reggae.“
Aus dem erfolgreichen Plattenladen wurde eine Plattenfirma:“Wir nannten sie ‚Der Zensor‘, weil wir nur das
veröffentlichten, was uns gefiel“, erzählt Angelika Maisch. Neben Punk verehrte die Musikerin damals Erik Satie.
„Ich wollte ihn völlig neu interpretieren“, sagt sie, „vor allem seine Texte in die Aufnahme
integrieren, die damals tabu und noch nie auf Platte erschienen waren.“ Zwar fürchtete Maisch, die Aufnahme würde
ein Flop werden, doch sie erregte Aufsehen und löste vielleicht die Erik-Satie-Welle mit aus. Für Angelika Maisch folgten
zahlreiche Engagements, doch nahm sie keine weiteren Satie-Stücke auf,“ich wollte mich nicht an die Welle
hängen.“ über den „Zensor“ machte sie die wahrscheinlich wichtigste Begegnung ihres Lebens:
„Ich lernte Max Goldt kennen, der beim ‚Zensor‘ eine seiner ersten Platten machte“, erinnert sich Maisch, die 1989
Goldts erste Karlsruher Lesung im Café Palaver organisierte.zum Artikel


Kalambya Sisters

in "DIAL Africa"

 

Back in 1982/1983 Berlin’s Burkhard Seiler released two records with African Music on his Zensor label. We loved to visit him in his small shop on Grossbeerenstraße, where he sold Punk, Industrial, strange noises, Dub and Abba.

As I was already infected by African music I discovered the Kalambya Sisters as release no. 07 on his label.

When I tried to buy this music in Nairobi in 1986 nobody was able to tell me about the group.

It was Doug Paterson who gave me the following information in 2004: "They were two, sometimes three, women singers who worked with the Kalambya Boys Band. I remember one Mary Nduku, another was Florence. In 1989, I did a CD compilation that includes a different song from the Kalambya Sisters (The Nairobi Beat, Rounder Records 5030). They come from the Kamba speaking area of Kenya to the east of Nairobi. The group broke up in the late 80s or early 90s. Katelina was a big hit so had you asked at the time it was popular in Kenya, most people would have known about them. I saw them perform several times. These days, this style "benga" music is not as well known in Kenya and it’s more localized among the people speaking the language of the music."

Besprechung in
Dial Africa.
Dezember2010


boyd rice..Pagan Muzak was on of the Top 10 sellers at Zensor Records in Berlin, which was considered to be the
best altenative record store in Europe …(Boyd Rice)

RaceCar.
Numero 102


marcia_blue
Marcia Ball Blue House


Von Winfried Dulisch,
in Stereoplay 15.8.95

Bewertung: 4,5 von 5.

Echt gut drauf ist die Sängerin und Boogie-Pianistin Marcia Ball, wenn sie in ihrem „Blue House“ die Wände im New-Orleans-Rumba-Rhythmus wackeln läßt. Ihre Band reagiert in slow-bluesigen Momenten wie auch bei rockig verschärfter Gangart auf jeden Fingerzeig der leichtfüßig klimpernden Marcia.


„Man muß sehen, daß man klein bleibt“, rät Burkhard Seiler, der in Berlin das Plattengeschäft
„Zensor“ betreibt. Jetzt hat er einen zweiten kleinen „Zensor“-Laden in Düsseldorf eröffnet… DER SPIEGEL 13/1981


Holmes Brothers

Soul Street

Rezension Stereoplay
Daß man im fortgeschrittenen Rentenalter Präsident der USA werden kann, hat sich herumgesprochen. Weniger bekannt ist immer noch, daß auch große Rhythm & Blues-Karrieren bisweilen erst im Vorruhestands-Alter ihren Anfang nehmen. Jahrelang wurden die Brüder Wendell und Sherman Holmes als heißer Insidertip der New Yorker Clubszene gehandelt, ehe ihre einzigartige Mischung aus Gospel-Nostalgie, erdigen Gitarrenriffs und Country-Romantik zum durchschlagenden Erfolg wurde.
Und der Stern der mit Drummer und Sänger Popsy Dixon und Steel-Gitarrist Gib Wharton missionierenden Bruderschaft geht gerade erst richtig auf: Rhythm & Blues- Klassiker wie "Honest I Do" werden im vierten Holmes-Brothers-Album "Soul Street" auf unverfälschte Gitarrenharmonien gestellt. Schmachtfetzen wie "How Can I Love You" oder das vielfach verunstaltete "There Goes My Everything" erstrahlen in souliger Jungfräulichkeit. Ein Ignorant, wer bei Popsy Dixons Falsett-Lobpreisungen im gospelnden Abgesang "Walk In The Light" keine Erleuchtung bekommt. Ein weiterer Glücksgriff gelang dem Berliner Zensor-Chef Burkhard Seiler..

Künstler:
Holmes Brothers
Titel:
Soul Street
Richtung:
Pop
Medium:
CD
Vertrieb:
Zensor ZS 138 (48 Min.)
Musik *****
Klang *****


Trümmerfrauen

Alles Mannheim

trümmerfrauen

Kellerfundstück! Eine 7-inch Single der Trümmerfrauen, Mannheims erste Grrrl-Band. Nein, 1982 sagten wir noch Frauenband. Die Platte erschien beim berühmten Burkhard Seiler, alias Zensor. Der veröffentlichte immerhin auch Sonic Youth, Malaria und andere Größen.

Somit waren die Trümmerfrauen den Jungs der Mannheimer Punk und New-Wave Szene mehr als eine Nasenlänge voraus. Der Sound der Mädels klang auch anders, vor allem die Vokals flogen hin und her wie Ping-Pong Bälle.

Alles Mannheim


Independent in Deutschland: Idealistische Seiltänzer in ökonomischen Nischen

Autor: Michael Ruff

Veröffentlichungsdatum: 02.11.1990 06:13
Zuletzt aktualisiert: 10.02.2012 19:45

Blättern wir einmal fünf Jahre zurück. Da galten die Neville Brothers als zwar respektables, aber ziemlich abgekühltes (Alt-)Eisen. Zumindest dürften sie den meisten Käufern ihres aktuellen Hits „Bird On The Wire“ völlig unbekannt gewesen sein, obwohl die Brüder aus New Orleans dank 15jähriger Live-Erfahrung einen unschlagbaren Groove aus dem Ärmel schüttelten. Das aber erkannte damals nur Burkhard Seiler, besser bekannt als Chef von Zensor, einem unabhängigen Label aus Berlin.

Seiler kam eigentlich aus der experimentellen Punk-Szene, hatte 1978 als Importeur von Singles begonnen und sich in den Anfangstagen seines Labels avantgardistischen Acts wie Frieder Butzmann oder The Normal gewidmet. Sein Herz für schwarze Musik. Reggae und klassischen Soul hatte er dabei nie verloren.

„Ich bin sehr gerne unabhängig. Ich find’sgut“-Burkhardt Seiler

[Weierlesen]
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11 Iconic Berlin Venues

By Todd L. Burns

During the late ’70s and early ’80s, Berlin had a number of venues where the burgeoning NDW scene began to coalesce. So while it’s hard to pick one place where the likes of Mania D and Einstürzende Neubauten were playing those first gigs, Zensor seems about as good as any. As Klaus Walter wrote in his guide to the genre earlier this month, “Zensor did it all: record shop, record label, shipping, distribution… The Zensor shop was a meeting point for a nucleus of like-minded artists.” It may not be the venue, but if you wanted to find out what was happening in Berlin at that time musically, there was no better place to start.


http://www.redbullmusicacademy.com/magazine/eleven-iconic-berlin-venues


„Man weiß ja nie, was noch alles kommt“, feixt auch Burkhard Seiler, dessen Berliner Firma Zensor schon Ende der 70er dafür bekannt war, daß sie “ immer sehr schnell die ersten, heißen Scheiben aus England drüben hatte“. Für den 32jährigen ist Schallplatten-Verlegen „ein großes Abenteuer“.
http://www.musikexpress.de/das-archiv/article162110/kleine-helden.html


zs14
Die neue Schallplatte
Zeit Magazin 6. September 1985

Hervorragend

Die Zwei: „U.S.A.! U.S.A.! U.S.A.!“ Es müssen wohl Verrückte sein, die sich vornehmen, auf einer Langspielplatte a capella- Harmonien nach Art der kalifornischen Beach Boys, der Berliner Comedien Harmonists und der südstaatlichen Barbershop Quartets unterzubringen, verwegen kombiniert mit wehmütig gehauchten Erinnerungen an gloriose Monroe-Kinosong-Momente („River of No Return“), Disco-Phantasien über den Kultfilm „Blade Runner“ und mit einem zum schwarzen Sprechgesang („gRAPsch) aufgedonnerten zornigen Politdialog zwischen J.F.K, und Nikita Chr. Es kann sich aber nur um Hochbegabte handeln, wenn beim Anhören dieser Langspielplatte nicht forschreitende Ermüdung, sondern eher zunehmende Begeisterung eintritt. Die Brüder Gerd und Uwe Scheuerpflug, alias „Danny Wilde & Brett Sinclair“, rutschen mit Kennerschaft und Lust zwischen alle Stile und machen dabei stets eine formidable Figur. Mit der Virtuosität der völlig Eingeweihten tragen sie in ausgeklügelter Choreographie Zwanziger-Jahre-Pomade oder grelle Disco-Leuchtfarben auf. Sie zitieren, imitieren und parodieren mit einer solchen Treffsicherheit und selbstironischen Sophisterei, daß ihnen die U-Musik-Scene eigentlich zu Füßen liegen müßte. (Zensor-Schallplatten, Großbeerenstaße 88, 1000 Berlin 61) Barry Graves
die-zwei-critics-1
Presskit Zensor Shop & Label


musikexpress

Beat Rodeo

02. Oktober 1984 von Harald Kepler

Für deutsche Gruppen scheint es mittlerweile fast schon normal zu sein, den Umweg über eine US-Karriere zu nehmen, um dann mit dem Etikett “Auf dem Weltmarkt getestet und für gut befunden” auch bei uns Gehör zu finden. Daß viele amerikanische Bands – kaum vorstellbar, aber wahr – mit vergleichbaren Problemen kämpfen, zeigt das Beispiel Beat Rodeo. Sie fanden nach vergeblichen Mühen in ihrer US-Heimat erst im Berliner Burkhardt “Zensor” Seiler einen Labelchef, der ihre kolossale Kreativität erkannte und sie unter Vertrag nahm.

Sein Mut zum Risiko zahlte sich aus: Beat Rodeo erhielten für den schmissigen Country-Pop ihres Debüts STAYING OUT LATE durch die Bank hervorragende Kritiken, die Resonanz beim Publikum war dementsprechend. Kein Wunder: Die Platte ist voller Drei-Minuten-Songs mit ansteckenden hooklines. Ohrwürmer am Fließband sozusagen.

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Fleischers Blues

Interview mit Volker Hauptvogel

TIP Berlin 15.03.2016

Mit diesem Bruno habe ich jedenfalls den Pinguin-Club in Schöneberg gekauft. Das war eine gute Ecke, dort war früher das „Blue Moon“ und Gudrun Guts Laden „Eisengrau“ und Burkhard Seiler mit seinem „Zensor“-Plattenladen.[Weiterlesen]


Sampler – Parocktikum 2

Wunder der Wende: Man setzt sich mal eben mit der Westberliner Independent-Legende Burkhardt Seiler alias „Der Zensor“ in eine Kneipe (zur Information: Seiler war/ist der Mann, der als Erster die Platten von The Smiths und Throbbing Gristle nach Deutschland und von Sonic Youth nach Europa geholt hat!!!) und heckt einen Nachschlag zu einem Amiga-Sampler mit kommerziell völlig untotem ex-DDR-Untergrund-Gerumpel aus … das Liebhaberstück erscheint ausschließlich in kultigem MC Format und hat jeweils eine knüppelharte Punkrock- und eine konsequente Avantgarde-Seite. Ein wirtschaftlicher Flop, aber der Stoff aus dem Legenden gemacht werden![Weiterlesen]


BVB Fundament Hötze

Danach sofort zum „Zensor“ und die legendäre Doppel-EP erstanden. A real collector’s item. *smug*

MITTAGSPAUSE immer noch one of my all-time faves.

Zum „Zensor“ und zu seinem Laden, in dem es zum historisch legendären Treppensturz John Peels mal kam:

Von Independent zu Indie

Ende der 1970er-Jahre entstand in vielen westlichen Ländern eine musikalische Bewegung aus dem (Frei-)Geist des Post-Punks. Das logistische Herz der Bewegung waren Independent-Labels. Über die Jahrzehnte schrumpfte Independent zu Indie, Indie wurde zum Genrebegriff und zur Bezeichnung eines Lebens- und Konsumstils.[Weiterlesen]


]Wavelength (June 1987) – ScholarWorks@UNO – University of New …
By Norbelf Hess.Before Jackie Wilson, Percy Sledge and Ben E. King entered the German charts this past winter,. Burkhardt Seiler of the Berlin-located Zensor
Wavelength



Susanna Shannon 4/4 von etapes

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